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Investieren in den DAX (GER30): Was man beachten sollte

Der DAX-Index – wird auch als "Germany 30“ oder "GER30“ bezeichnet“ – ist ein Index, der 30 der größten an der Frankfurter Aktienbörse notierten Unternehmen nachverfolgt, einschließlich so bekannter Unternehmen wie Adidas und BMW. Er ist zwar der bekannteste Index in Deutschland, da er aber nur 30 Unternehmen umfasst, wird er nicht unbedingt als Maßstab für die Verfassung der deutschen Wirtschaft insgesamt angesehen.

Wer sollte den DAX in sein Portfolio aufnehmen?

  1. Thematisches Investieren in Deutschland: Da es sich um die größte Volkswirtschaft in Europa handelt, sollten Investoren, die vom langfristigen Wachstum Deutschlands und der EU insgesamt überzeugt sind, eine Investition in den DAX erwägen.
  2. Day-Trader: Der DAX Index zeigt häufig während eines einzelnen Trading-Tages signifikante Schwankungen und kann gute Alternativen sowohl für Short- (Leerverkaufs-) als auch für Long-Positionen bieten.
  3. Langfrist-Investoren: Der DAX Index steigt seit seiner Einführung im Jahr 1988 mit einem positiven Trend insgesamt. Höchststände hat er 2013 und 2017 erreicht.
  4. Trader deutscher Aktien: Bei der Investition in bestimmte Aktien am deutschen Markt kann der DAX als Absicherungsinstrument dienen.
  5. Globale Investoren: Investoren, die in die großen Volkswirtschaften auf der ganzen Welt investieren und dabei Indizes wie den Dow Jones oder den FTSE verwenden, sollten auch erwägen, den DAX in ihr Portfolio aufzunehmen, da sich große Volkswirtschaften oft parallel entwickeln.

Was treibt den Preis des DAX?

  1. Die deutsche Wirtschaft: Zwar gilt der DAX nicht als Maßstab für die Verfassung der deutschen Wirtschaft insgesamt, die im DAX vertretenen Unternehmen bilden aber einen stolzen Teil davon. Bundesweite Trends könnten sich deshalb auf die Komponenten des Index auswirken.
  2. Die Wirtschaft der EU: Deutschland ist nicht nur die größte Volkswirtschaft in Europa, sondern auch ein wichtiger Katalysator für andere Volkswirtschaften in der Region. Änderungen, die sich auf die Union als Ganzes auswirken, wirken sich deshalb wahrscheinlich auch auf den DAX aus.
  3. Signifikante Änderungen einzelner Komponenten: Da sich der Index aus nur 30 Aktien zusammensetzt, kann sich eine einzelne Aktie stark auf den Index als Ganzes auswirken. Beispielsweise macht der Elektronikriese Siemens mehr als 10 % des Index aus. Deshalb würde sich eine signifikante Veränderung des Kurses der Siemens-Aktie auf den DAX auswirken.
  4. Globale Trends: Da die internationalen Märkte alle miteinander vernetzt sind, und da die im DAX vertretenen Unternehmen weltweit tätig sind, ist es wahrscheinlich, dass sich eine stärkere Bewegung in einem anderen Markt, oder gar ein globaler Trend, auf den DAX auswirkt.

Der DAX reflektiert nicht immer die deutsche Wirtschaft

Viele Indizes werden als Barometer für die Messung der Verfassung einer bestimmten Volkswirtschaft angesehen, insbesondere wenn es in diesem Land einen prominenten Index gibt, der oft zitiert wird. Das gilt zum Beispiel für den britischen FTSE oder den Nikkei 255: Wenn sie steigen, bedeutet das oft, dass sich die Wirtschaft des jeweiligen Landes in guter Verfassung befindet.

In dieser Hinsicht stellt der DAX einen Sonderfall dar. Zwar dürfte er wahrscheinlich steigen, wenn die deutsche Wirtschaft boomt, wegen einiger wichtiger Merkmale unterscheidet der DAX sich aber von ähnlichen Indizes:

  1. Der DAX umfasst nur 30 Unternehmen: Deutschland ist die größte Volkswirtschaft in Europa und die viertgrößte weltweit. Der DAX umfasst zwar die 30 Spitzenunternehmen des Landes, es gibt aber zahlreiche andere Unternehmen, die nicht im Index vertreten sind. Es kann deshalb vorkommen, dass sich der Index in eine andere Richtung bewegt als die übrige Wirtschaft.
  2. Der Index setzt sich aus Weltunternehmen zusammen: Im Index sind weltbekannte Marken vertreten, wie BMW, Adidas, Siemens und SAP. Offensichtlich erstrecken sich die geschäftlichen Aktivitäten dieser Unternehmen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus, und könnten deshalb selbst bei einem Abschwung auf dem heimischen Markt Erträge erwirtschaften.
  3. Deutschland ist Mitglied der Europäischen Union: Es besteht häufig ein enger Zusammenhang zwischen dem Index eines Landes und seiner Währung. Da beispielsweise die japanische Wirtschaft stark vom Export abhängig ist, steigt der Nikkei oft, wenn der Yen gegenüber ausländischen Währungen schwächer wird. Da Deutschland aber mit dem Euro dieselbe Währung hat wie andere Länder der Union, ist der Zusammenhang zwischen dem DAX und der Währung weniger streng.

Die geschichtliche Entwicklung des DAX

Der DAX (kurz für "Deutscher Aktienindex“) wurde 1988 eingerichtet, und zwar als ein Index, der die Leistung der 30 Spitzenwerte unter den deutschen Unternehmen misst. Wie die meisten Indizes unterliegt er regelmäßiger Neuausbalancierung. Viele der im Lauf der Jahre hinzugenommenen Aktien wurden später aus unterschiedlichen Gründen, beispielsweise unzureichender Marktkapitalisierung, wieder herausgenommen.

Der Index wurde zunächst mit einem Basiswert von 1.000 Punkten gestartet und hatte im Lauf der Jahre Aufs und Abs. 2015 überschritt der Index erstmals die Marke von 12.000 Punkten, und Mitte 2017 erreichte er ein Allzeithoch. Auf seinem höchsten Stand summierte sich die Marktkapitalisierung aller im Index vertretenen Unternehmen auf 970 Mrd. €.

Schlussfolgerung: Auf den DAX wirken sich sowohl inländische als auch ausländische Faktoren aus

Den DAX als Investmentoption anzusehen ist ein gutes Beispiel für die alte Diskussion "Bulle oder Bär“. Die "Bullen“ glauben, dass die Weltwirtschaft, und Deutschland insbesondere, weiter wachsen wird, und fahren fort, in diese zu investieren. Dagegen verfolgen die "Bären“ einen konservativeren Ansatz. Für die meisten Investoren geht es beim DAX aber weniger um die deutsche Wirtschaft als mehr um die Weltwirtschaft – und das aus gutem Grund. Schaut man sich das GER30-Chart an, ist es offensichtlich stark von globalen Trends geprägt. Und der DAX verhält sich oft ähnlich wie andere führende globale Indizes, selbst wenn sich die deutsche Wirtschaft in eine andere Richtung bewegt. Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass der DAX sich aus deutschen Unternehmen zusammensetzt, und dass er von Faktoren beeinflusst sein kann, die mit dem Wirtschaftswachstum und der Stabilität Deutschlands im Zusammenhang stehen.

Technische Analyse für GER30